Der Anfang

Wie kamst Du auf die Idee, am Liebherr Masters College (LMC) in Ochsenhausen zu studieren?

Ehe ich Student am LMC wurde, hatte ich mit meinem Nationalteam bereits die Chance, an Trainingscamps teilzunehmen. Danach wurde mir klar, dass das LMC unbedingt der Ort ist, an dem ich meinen Weg fortsetzen will.

Hattest Du vorher je von Ochsenhausen gehört?

Ja, hatte ich, weil einer meiner Lieblingsspieler, Simon Gauzy, bereits Mitglied des Ochsenhausen-Teams war. Und so begann ich, seine Spiele und die Spiele seines Teams in der Bundesliga zu verfolgen.

Wo lebst Du, wenn Du nicht in Ochsenhausen bist?

In Formia, das liegt zwischen Rom und Neapel, in einem Trainingscenter – ich mache dort da weiter, wo ich am Tag zuvor in Ochsenhausen aufgehört habe. Ich habe dem Tischtennis mein Leben verschrieben, und so trainiere ich auch überall.

Was haben Dine Eltern über Deine Entscheidung gesagt nach Ochsenhausen gehen zu wollen?

Am Anfang waren sie nicht sehr begeistert, und das hat sich im Grunde bis heute nicht geändert. Aber sie möchten, dass ich glücklich bin. Und weil es mein Wunsch ist, professionell Tischtennis zu spielen, unterstützen sie mich darin. Sie werden mich immer unterstützen.

„Im Tischtennis bist du der einzige Protagonist, und wenn du gewinnst, bist du so dermaßen stolz auf dich. Das ist das Größte für mich.“

CARLO ROSSI

Das Training

Was macht für Dich die Faszination Tischtennis aus?

Ich habe sechs Jahre lang Fußball gespielt, und wenn ich dort gewonnen habe, war das nicht nur mein Sieg. Das hat mich nicht zufrieden gestellt. Im Tischtennis ist das anders. Hier bist du der einzige im Spiel, und wenn du gewinnst, bist du so dermaßen stolz auf dich. Das ist das Größte für mich.

Was ist in Deinen Augen das Besondere daran, Student am LMC zu sein?

Ich empfinde es als sehr anregend und hart zugleich. Deshalb gefällt es mir auch so gut. Es ist genau so, wie ich trainieren möchte, was ich tun möchte und wie ich mir meine Zukunft vorstelle. Ich fühle mich geehrt, bereits mit einigen der besten Spieler in Europa und der ganzen Welt gemeinsam trainiert zu haben.
Wir trainieren zweimal pro Tag, drei Stunden am Morgen und drei am Nachmittag. Außerdem steht die Halle jederzeit für Extra-Trainingseinheiten zur Verfügung. Wir haben jeden Tag Fitnesstraining oder sind in der Halle. Durch die Trainingsgruppen habe ich die Möglichkeit, von meinen Kollegen und Coaches zu lernen und dabei unmittelbar, schon während des Trainings, Verbesserungen zu sehen.

Was motiviert Dich auf Deinem Weg zum Tischtennis-Profi?

Tischtennis ist meine Leidenschaft. Ich möchte, ein wirklich großer Tischtennisspieler werden, und habe hier die bestmögliche Unterstützung. Was besseres konnte mir nicht passieren. Es gibt vieles, was mich motiviert: meine Aufopferungsbereitschaft; die Aufopferungsbereitschaft meiner Eltern, so oft von mir getrennt zu sein, und andere kleine und zugleich gewichtige Dinge.
Mein Traum ist ein herausragender Spieler werden, der im Ochsenhausen lebt und für Ochsenhausen in der Bundesliga spielt. Das soll aber kein Traum bleiben und das treibt mich an.

Etwas Persönliches

Ganz gleich, ob fiktiv oder real: Wenn Du eine berühmte Persönlichkeit sein könntest, wer würdest Du sein?

Normalerweise würde ich mich hier für Cristiano Ronaldo entscheiden, weil er der beste Fußballspieler  ist und eine ganze Reihe an Mädchen hat. Aber vielleicht würde ich mich auch eher für meinen Lieblingsspieler entscheiden: Paulo Dybala. Er ist das Idol jedes Juventus-Fans (und Juventus ist mein Lieblingsteam). Und er hat auch eine ganze Reihe Mädchen am Start …

Was machst Du in Deiner Freizeit?

Fußball verfolge ich wirklich viel, ich sehe gern Serien oder treffe mich mit Freunden. In Ochsenhausen esse ich oft italienisches Eis und Pizza, um meine Heimat nicht zu sehr zu vermissen. Wenn ich etwas in Ochsenhausen verändern könnte, wäre es definitiv das Wetter: Ich bin an das Klima von Sardinien gewöhnt, und nicht an die kalten Temperaturen von Ochsenhausen.

Wie schmeckt die Pizza in Ochsenhausen?

Die Pizza hier ist sehr gut, aber um ehrlich zu sein, kommt sie an die italienischen aber nicht ran.

Wie steht es mit Freundschaften am LMC? 

Ich habe mich enger mit einigen der Jungs zusammengetan, die Vollzeit dort sind – Bertrand und Jouti zum Beispiel. Im gleichen Projekt wie ich ist auch Katsman, einer meiner besten Freunde und Doppel-Partner im EYC 2016. Grundsätzlich ist hier jeder sehr freundlich, und Starallüren gibt es nicht. Einmal zum Beispiel war ich allein eine Pizza essen, und einer meiner älteren Kollegen, der später in die Pizzeria kam, setzte sich einfach an meinen Tisch, und wir aßen zusammen. Wir sind auch außerhalb der Halle irgendwie ein Team.

Mal vom Tischtennis abgesehen – hast Du noch andere Talente?

Ich habe sechs Jahre lang Fußball gespielt und war sehr gut. Meine Freunde fragen mich jeden Tag, warum ich das Fußballspielen aufgegeben habe.

Und was antwortest Du ihnen?

Um ehrlich zu sein, kann ich mich an den Grund gar nicht mehr erinnern. Vielleicht, weil ich Einzelsportarten mag und den ganzen Ruhm für mich will. (lacht)

Das sagt andro...

Carlo ist ein cleverer Kerl, der sehr zielstrebig am Erreichen seiner Ziele arbeitet und dafür viel investiert. Er besitzt schon jetzt in so frühen Jahren ein starkes Spielsystem und zeichnet sich durch eine großartige Spielübersicht aus. Carlo am Tisch zuzusehen macht einfach großen Spaß.

Adam und Carlo passen hervorragend in unser andro Pro Team, denn für uns spielt neben Potenzial und Professionalität auch der Mensch eine Rolle. In allen drei Punkten sind Adam und Carlo echte Volltreffer.


Carlo in 3 Worten:

  • clever
  • fleißig
  • talentiert