Im Gespräch mit LMC Geschäftsführer Kristijan Pejinovic

Was bedeutet Aufbruch für Dich im Zusammenhang mit dem LMC?

Manchmal stehen der Zukunft die Erfolge der Vergangenheit im Weg. Dann bedeutet „Aufbruch“ auch „Auf-Brechen“. Dies ist in unserem Sport fast schon Sinnbild, möchte ich behaupten, wenn man die letzten 25 Jahre betrachtet.
Wir haben im europäischen Tischtennis große Nachwuchsprobleme. Ideen oder Pläne der Verbände, etwas dagegen zu tun, kann ich nicht erkennen. Somit war es Zeit für einen Auf-Bruch. Die Leidenschaft, etwas verändern zu wollen, treibt mich täglich an!

Hast Du auch mal an Eurem Vorhaben gezweifelt?

Es war selbstverständlich nicht leicht. Manchmal war der Weg, den wir eingeschlagen haben, auch mit Risiko verbunden. Zunächst hat niemand in der Szene an uns geglaubt. Wir mussten eine Push-Strategie anwenden, also erst einmal einen Markt für das LMC schaffen. Wir brauchten etwas Zeit und Ausdauer, um das richtige Team zusammenzustellen, um die angestrebten Ziele erreichen zu können. Aber wir haben nie den Glauben daran verloren, dass wir das Richtige tun.

Ihr musstet also erst einmal Überzeugungsarbeit leisten.

Das war in der Tat so. Auch jetzt ist es noch kein Selbstläufer. Wir lieben, was wir tun, und sind mit aller Leidenschaft involviert.
Grundsatz unseres Handelns ist: ‚Never over-promise – always over-deliver!’ – Wir dürfen niemals unterschätzen, wie wichtig Bescheidenheit ist und niemals unsere Verpflichtung aufgeben, mehr zu leisten, als wir versprochen haben. Die Beziehungen zu unseren Partnern basiert grundsätzlich immer auf gegenseitigem Vertrauen und Respekt. Wir geben immer realistische Ziele vor und erzählen keine Märchen. Dies merken die Partner bzw. Interessenten. Das liegt maßgeblich an unserem kompetenten, sehr erfahrenen und professionellen Team.

„Wir mussten lernen, mit Rückschlägen umzugehen, und das müssen unsere Talente auch.“

KRISTIJAN PEJINOVIC

Wer hat mit Euch an die Idee geglaubt und stand Euch von Beginn an zur Seite?

Schon als die Idee geboren wurde, stand ESN Pate und leistet bis heute positive Beiträge für die Entwicklung des LMC. Nicht zu vergessen ist DONIC als Partner der ersten Stunde neben ESN.

Wie habt Ihr auf Widerstände reagiert?

Widerstände tauchten immer wieder auf. Wer eigene Wege geht, stößt auch mal gegen eine Wand. Wenn wir diese nicht einreißen konnten, haben wir nicht aufgegeben: Wir haben einen Weg gesucht, drum herumzugehen und ihn auch immer gefunden.
Wir leben damit das vor, was wir von unseren Talenten erwarten. Sie wie auch wir müssen unbändigen Willen zeigen, um eigene Wege konsequent zu verfolgen. Wir mussten lernen, mit Rückschlägen umzugehen, und das müssen unsere Talente auch. Der Weg ist mehr als „steinig“. Aber mit dem Rückhalt von Freunden und Familie, mit Leidenschaft und gesundem Ehrgeiz gehen die Talente ihren Weg und bestätigen uns damit in unserem Weg.

Unsere aktuellen Erfolge

2016
Simon Gauzy
2. Platz bei den Europameisterschaften
2016
Jakub Dyjas
3. Platz bei den Europameisterschaften
2017
Simon Gauzy
3. Platz beim Europe TOP 16 Turnier
2017
Simon Gauzy
2. Platz Australia Open
2017
Hugo Calderano
1. Platz Pan American Championships
2017
Hugo Calderano
1. Platz Brazil Open Einzel + Doppel
2017
Samuel Kulczycki
1. Platz, Europe Youth Top 10
2017
Simon Gauzy
4. Platz beim Liebherr Men’s World Cup