„Was mir am meisten gefällt, ist das Gefühl, den Spielern bei der Entfaltung ihrer Fähigkeiten zu helfen.“

MIKAEL SIMON, Head of Fitness / Videoanalyse

1

Mikael, warum Tischtennis?

Ich habe viele verschiedene Sportarten ausprobiert, als ich jünger war (Basketball, Fußball, Tennis, Judo, Handball, Tischtennis…). Bis ich 14 Jahre alt war, habe ich 2 oder 3 Sportarten vereinsmäßig betrieben. Mit 14 Jahren, sagte mir meine Mutter, dass ich mich nun für eine Sportart entscheiden sollte, um mich besser auf die Schule konzentrieren zu können.

Das war eine sehr schwierige Entscheidung für mich. Mein Großvater (er war Schwimmtrainer) half mir bei der Entscheidung: Er sagte mir, dass er das Gefühl hatte, dass ich Tischtennis lieber spiele als jede andere Sportart, und er dachte, dass ich in dieser Sportart Potential hätte. 20 Jahre später spiele ich immer noch Tischtennis und habe es sogar zu meinem Beruf gemacht.

2

Wie sieht ein typischer Tag als LMC-Coach aus?

Obwohl mein Zeitplan auf den ersten Blick immer gleich aussehen mag, ist doch jeder Tag anders.

09:00 – Ich beginne mit dem Aufwärmen der Trainingsgruppe für 20 Minuten, dann drehe ich entweder meine Runden um die Tische, um zu sehen, wie sich die Spieler bewegen und spielen, oder ich trainiere mit einem einzelnen Spieler.

11:20 – Am Ende des Trainings habe ich eine kleine Gruppe für eine Trainingseinheit von 45 Minuten; und der Morgen endet so um 12:30.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen habe ich einige Meetings oder ich habe Zeit für das Fitnessstudio, um fit zu bleiben.

16:00 – Die Nachmittage sind wie die Vormittage, sie beginnen mit einem zweiten Aufwärmen (dieses Mal eher zum Spaß) Dann drehe ich während des Trainings meine Runden um die Tische, oder ich konzentriere mich auf ein Training mit nur einem Spieler.

Am Ende des zweiten Trainings habe ich eine Gruppe von Spielern für eine Trainingseinheit.

19:30 – endet mein Arbeitstag.

3

Was gefällt dir an deinem Job am besten?

Als Fitnesstrainer bin ich für die körperliche Verfassung der Spieler zuständig, ich kümmere mich um ihre Trainingseinheiten. Manchmal begleite ich sie zum Arzt – so bin ich der Kontakte zwischen den Ärzten, unserem Physiotherapeuten und den Trainern. Wenn es nötig ist, unterstütze ich die Trainer oder bringe einen Teil der Tapes an, wenn Spieler eine Verletzung haben. Zur Regeneration gehen wir mit den Spielern auch ins Thermalbad.

So habe ich am Ende der Woche so viele verschiedene Dinge getan, dass sich kein Tag wie der andere anfühlt – und das mag ich sehr.

Was mir am meisten gefällt, ist das Gefühl, den Spielern bei der Entfaltung ihrer Fähigkeiten zu helfen. Oft ist der körperliche Entwicklungsprozess sehr lang – aber nach einer harten Trainingsphase, wenn die Trainer eine echte Verbesserung bei einem Spieler sehen können, bin ich schon stolz darauf, Teil dieses Entwicklungsprozesses zu sein.

4

Du bist der Fitnesscoach: Wie fit muss man sein, wenn man mit den Spielern zusammenarbeiten will?

Ich glaube nicht, dass es wirklich notwendig ist. Am wichtigsten ist es, zu wissen, wie man die Spieler dazu bringt, stärker, schneller oder leichter vor dem Tisch zu werden….  Aber wenn ich zuerst etwas an mir selbst ausprobieren möchte, muss ich natürlich fit bleiben.

5

Was erwarten die LMC-Spieler von Dir?

Zunächst erwarten sie von mir, dass ich ihnen Ratschläge gebe und ihnen Übungen zeige, um fit zu bleiben (ich kenne die häufigsten Verletzungen im Tischtennis und die Schwachstellen meiner Spieler), also muss ich ihnen Übungen zeigen und ihnen Tipps geben, damit sie während einer langen Saison ohne Verletzungen spielen können.
Sie erwarten auch von mir, dass ich ihr Fitnessniveau entwickeln kann, um einen stärkeren physischen Einfluss auf ihr Spiel zu haben.
Auch wenn es nicht ganz zu meinem Aufgabenbereich gehört, erwarten sie auch von mir, dass ich mir die Zeit nehme, um mit ihnen über Dinge zu reden wie z. B. Ernährung oder Wettkämpfe.