Coach und Manager des Topclubs Levallois in Frankreich. Nationaler französischer Cheftrainer mit zahlreichen internationalen Titeln. Zusammenarbeit mit Tischtennisstars wie Gatien, Legout und Karlsson.

Jetzt stellt wir ihm unsere 5 Fragen.

„Für mich ist Ochsenhausen ein perfekter Ort, um mit der Leidenschaft für Tischtennis dein Können schrittweise zu verbessern.“

MICHEL BLONDEL

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Coach und Manager des Topclubs Levallois in Frankreich, nationaler französischer Cheftrainer mit zahlreichen internationalen Titeln, Zusammenarbeit mit Tischtennisstars wie Gatien, Legout und Karlsson. Michel, was gefällt Dir an Deiner Arbeit mit den Talenten in Ochsenhausen?

Die Arbeit in Ochsenhausen gefällt mir aus mehreren Gründen. Zunächst wegen der Energie und dem Einsatz der Menschen, dem Backoffice und des Sportpersonals. Für mich ist Ochsenhausen ein perfekter Ort, um mit der Leidenschaft für Tischtennis dein Können schrittweise zu verbessern.
Es dreht sich alles um die Teamarbeit – und das Team in Ochsenhausen ist ein gutes Team. Wir haben immer noch viel zu tun, besonders um unsere Strukturen zu verbessern. Wir haben in den vergangenen Jahren viele Änderungen in unserer Organisation durchgeführt. Der nächste Schritt lautet: Stabilisierung.

Die Arbeit mit jungen Leuten ist nicht neu für mich. Ich habe mit der jungen französischen Generation wie Gauzy oder Flore begonnen.

Jetzt fokussiere ich mich mit unserem Coaching-Team – Mika Simon, Fu Yong und Jean-René Mounié – auf Simon und Hugo, aber ebenso auf Bence und Can. Zu Dima Mazunov, dem TTF-Trainer, habe ich auch ein sehr gutes Verhältnis, ebenso wie zu Dubo, der sich um die „jungen Gruppe“ kümmert.

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Auf was achtest Du zuerst, wenn Du einen jungen Spieler kennen lernst, der ein Student am LMC werden möchte?

Wenn ich anfange mit jungen Spielern zu arbeiten, suche ich nach ihrer Motivation, versuche sie zu verstehen und herauszufinden was sie erreichen wollen. Ich beobachte die Spieler gerne dabei, wie sie entdecken was „in ihnen steckt“.

Es dauert immer eine gewisse Zeit aus jemandem schlau zu werden. In Europa haben wir immer noch viele Spieler mit einem hohen Potenzial. Ochsenhausen investiert erheblich in Trainer. Manchmal ist das genau das, was fehlt. Um junge Spieler zu fördern, musst du in einem Team arbeiten. Und das ist genau das, was wir in OX machen.

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Olympia 2020 ist nicht mehr weit weg. Habt ihr schon mit den Vorbereitungen begonnen?

Natürlich mache ich mir viel Gedanken um Tokio 2020. Unser Team entwirft den Plan für Hugo und Simon. Ich rede viel mit Mika Simon, Jean-René Mounié und auch mit Kristijan Pejinovic, um die Spieler auf eine hohe Leistung in Tokio vorzubereiten. Aber sorry, ich behalte meinen Plan für mich. 😉

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Wie fühlst Du Dich, wenn sich zwei Deiner Spieler bei der World Tour gegenüberstehen?

Ich habe in dieser Sache keine besonderen Gefühle. Es passiert. Das ist Sport. Ich möchte nur im Hintergrund bleiben. Ich helfe ihnen einfach bei ihrer Entwicklung.

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Was machst Du in Deiner Freizeit als Ausgleich zu Deinem Job als Sportchef beim LMC?

Ich versuche mich auf dem Laufenden zu halten und ich bin an der Entwicklung der Welt interessiert. Es beunruhigt mich beispielweise, wenn ich aktuell die Verbreitung einiger extremer Ideen beobachte.
Ich treibe Sport, um gesund zu bleiben. Ich gehe gerne ins Kino, ins Theater und mache Sachen, die mich intellektuell ansprechen und herausfordern.